Bewerbung nach Beruf
Bewerbung Pflege: Stellen finden, Unterlagen vorbereiten
Stand: · Bewerbino
In der Pflege sind die Tage lang und die Dienste unregelmässig. Stelleninserate von Spitälern, Heimen und Spitex-Organisationen täglich selbst zu durchsuchen, kostet Stunden, die du nach dem Dienst nicht hast. Bewerbino übernimmt diesen Teil: Es liest die Inserate auf den Schweizer Stellenportalen, gleicht sie mit deinem Diplom, deiner Fachrichtung und deinem Pensum ab und legt dir die passenden vor, jeweils mit einem Entwurf fürs Motivationsschreiben. Du prüfst ihn in Ruhe, passt ihn an und entscheidest, ob er rausgeht. Die gewonnene Zeit gehört deiner Weiterbildung und der Vorbereitung auf das Gespräch, denn dort überzeugst du mit deiner Erfahrung am Patientenbett.
Pflegeberufe in der Schweiz: welcher Abschluss für welche Stelle
Wer in der Schweiz eine Stelle in der Pflege sucht, bewirbt sich fast immer auf eine bestimmte Funktion, und die hängt am Abschluss. Inserate unterscheiden genau, ob sie eine Fachperson Gesundheit, eine diplomierte Pflegefachperson oder eine Pflegehilfe suchen. Schreib deshalb gleich in den ersten Satz deines Motivationsschreibens, welchen Abschluss du hast. Das erspart der Personalabteilung das Suchen.
- Pflegehelferin oder Pflegehelfer SRK: Lehrgang des Schweizerischen Roten Kreuzes, oft der Einstieg in die Langzeitpflege und die Spitex.
- Assistentin oder Assistent Gesundheit und Soziales EBA: zweijährige Grundbildung, Einsatz in Heimen und Wohngruppen.
- Fachfrau oder Fachmann Gesundheit EFZ (FaGe): dreijährige Lehre, gesucht in Spital, Heim, Psychiatrie und Spitex.
- Diplomierte Pflegefachfrau oder Pflegefachmann HF: Höhere Fachschule, übernimmt die Verantwortung für den Pflegeprozess.
- Pflegefachperson FH (Bachelor of Science in Pflege): gleiche Berufsbefugnis wie HF, mit Schwerpunkt auf Wissenschaft und Pflegeentwicklung.
- Nachdiplomstudien HF in Anästhesie-, Intensiv- oder Notfallpflege: für Spezialstellen, die im Inserat meist ausdrücklich verlangt werden.
Wo Pflegestellen ausgeschrieben sind
Stellen in der Pflege gibt es in Spitälern und Kliniken, in Alters- und Pflegeheimen, bei der Spitex, in psychiatrischen Einrichtungen, in Rehabilitationskliniken und in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Jeder dieser Bereiche hat seinen eigenen Rhythmus: im Akutspital wechseln die Patientinnen schnell, in der Langzeitpflege begleitest du Menschen über Monate, bei der Spitex arbeitest du allein beim Klienten zu Hause.
Die Inserate verteilen sich auf die grossen Stellenportale, den Job-Room von arbeit.swiss, kantonale Stellenbörsen und die Karriereseiten der Spitäler selbst. Wer nur an einem Ort sucht, sieht nur einen Teil. Lege dir deshalb eine feste Liste von Suchbegriffen an, zum Beispiel „Pflegefachfrau HF", „dipl. Pflegefachperson" und „Pflegefachmann", weil jede Einrichtung ihre Stelle etwas anders nennt.
Was ins Bewerbungsdossier in der Pflege gehört
Ein vollständiges Dossier ist in der Pflege besonders wichtig, weil viele Arbeitgeber unvollständige Bewerbungen gar nicht erst anschauen. Leg alles in einer sinnvollen Reihenfolge ab, am besten als ein einziges PDF oder als klar benannte Einzeldateien.
- Motivationsschreiben, eine Seite, auf die konkrete Stelle zugeschnitten.
- Lebenslauf mit Foto, Fachrichtungen und Pensum der bisherigen Stellen.
- Diplom oder Fähigkeitszeugnis (EFZ, HF, FH) und bei Spezialisierungen das Nachdiplom.
- Arbeitszeugnisse und Arbeitsbestätigungen der letzten Stellen, bei Berufseinsteigern die Praktikumsqualifikationen.
- Nachweise von Weiterbildungen, zum Beispiel Kurse in Reanimation (BLS-AED), Wundpflege, Kinästhetik oder Palliative Care.
- Bei einem ausländischen Diplom: die Anerkennung des SRK oder der Stand des Verfahrens.
Das Motivationsschreiben in der Pflege: vier Punkte, die zählen
Personalverantwortliche in der Pflege lesen viele Schreiben mit denselben Sätzen über Empathie und Freude am Umgang mit Menschen. Was hängen bleibt, ist das Konkrete. Diese vier Punkte gehören in fast jedes Schreiben:
- Abschluss und Fachrichtung im ersten Absatz, zum Beispiel „diplomierte Pflegefachfrau HF mit fünf Jahren Erfahrung in der Akutgeriatrie".
- Dein Pensum und deine Bereitschaft für Nacht-, Wochenend- und Pikettdienste. Das ist für die Dienstplanung entscheidend und oft der Grund für eine Einladung.
- Ein Beispiel aus deinem Alltag, das eine Stärke belegt: eine schwierige Situation mit Angehörigen, die du beruhigt hast, oder ein Ablauf, den du im Team verbessert hast.
- Warum genau diese Einrichtung: das Fachgebiet, das Pflegeverständnis oder die Weiterbildung, die sie anbietet.
Sehr geehrte Frau Muster
Seit fünf Jahren arbeite ich als diplomierte Pflegefachfrau HF auf einer Station für Akutgeriatrie, im Pensum von 80%. Ihre Ausschreibung für die Medizinische Klinik spricht mich an, weil Sie die Bezugspflege konsequent umsetzen, und genau so arbeite ich am liebsten: mit festen Patientinnen und Patienten, deren Verlauf ich vom Eintritt bis zum Austritt begleite.
Mit ausländischem Pflegediplom: die Anerkennung durch das SRK
Die Pflege ist in der Schweiz ein reglementierter Beruf. Wer im Ausland eine Ausbildung abgeschlossen hat und hier als Pflegefachperson arbeiten möchte, braucht die Anerkennung seines Diploms. Zuständig ist das Schweizerische Rote Kreuz (SRK). Ob dein Beruf anerkannt werden muss und welche Stelle zuständig ist, zeigt die Plattform anerkennung.swiss.
Der erste Schritt ist der PreCheck des SRK. Er ist obligatorisch und kostenlos, und sobald alle Unterlagen vollständig sind, liegt das Resultat nach höchstens vier Wochen vor. Danach folgt das eigentliche Anerkennungsgesuch, für das das SRK den ersten Entscheid innert höchstens vier Monaten zusagt. Verlangt wird unter anderem ein Sprachnachweis, für Deutsch auf dem Niveau B2.
Für die Bewerbung heisst das: Schreib den Stand deiner Anerkennung offen in den Lebenslauf, etwa „Anerkennung SRK beantragt, PreCheck positiv". Viele Arbeitgeber kennen das Verfahren und planen damit. Unklar gelassen wirkt es dagegen wie eine Lücke.
Gespräch und Schnuppereinsatz
In der Pflege folgt auf das Gespräch oft ein Schnuppertag auf der Station. Dort geht es weniger um Fachwissen als darum, ob du ins Team passt und wie du mit Patientinnen, Angehörigen und Kolleginnen umgehst. Bring bequeme Kleidung mit, frag nach der Einarbeitung und nach dem Dienstplan, und stell deine Fragen ruhig direkt an das Team.
Im Gespräch selbst kommen häufig Fragen zu Situationen: Was tust du, wenn sich der Zustand eines Patienten plötzlich verschlechtert? Wie gehst du mit einer Beschwerde von Angehörigen um? Wie erholst du dich nach einer strengen Woche? Überleg dir zu jeder Frage ein echtes Beispiel aus deinem Berufsalltag.
So unterstützt dich Bewerbino in der Pflege
- Bewerbino kennt den Unterschied zwischen FaGe, Pflegefachperson HF und FH und richtet jeden Entwurf an der ausgeschriebenen Funktion aus.
- Es berücksichtigt, was in der Pflege zählt: Fachrichtung (Akut, Langzeit, Psychiatrie, Rehabilitation), Schicht- und Wochenendbereitschaft und deine Weiterbildungen.
- Es sucht in deiner Wunschregion und schlägt nur Stellen vor, die zu deinem Pensum und deinem Profil passen.
- Den RAV-Nachweis führt es aus den Bewerbungen, die du auswählst. Prüfen und unterschreiben tust du selbst.
Eine komplette Bewerbung in der Pflege kostet mit Bewerbino CHF 8. Zum Start gibt es 22 Credits: fünf gefundene Stellen und zwei Motivationsschreiben.
Häufige Fragen zur Bewerbung in der Pflege
Erkennt Bewerbino meine Fachrichtung in der Pflege?
Ja. Bewerbino liest aus Lebenslauf und Diplomen, ob du in der Akutpflege, Langzeitpflege, Psychiatrie oder einem anderen Bereich tätig bist, und stimmt jeden Entwurf darauf ab.
Findet Bewerbino auch Teilzeitstellen in der Pflege?
Ja. Du gibst dein gewünschtes Pensum an, und Bewerbino berücksichtigt es bei der Suche, ob 40, 60 oder 80 Prozent.
Was kostet eine Bewerbung als Pflegefachperson?
Eine komplette Bewerbung kostet mit Bewerbino CHF 8 (5 Credits): eine gefundene Stelle und ein Entwurf fürs Motivationsschreiben. Zum Start gibt es 22 Credits für fünf Stellen und zwei Motivationsschreiben. Der RAV-Nachweis kostet CHF 1.60 pro Zeile.
Brauche ich für eine Stelle in der Schweiz eine Anerkennung meines Pflegediploms?
Wenn du im Ausland ausgebildet wurdest und als Pflegefachperson arbeiten willst, ja. Die Pflege ist ein reglementierter Beruf, zuständig ist das SRK. Der erste Schritt ist der kostenlose PreCheck.
Soll ich Nacht- und Wochenenddienste im Motivationsschreiben erwähnen?
Ja, wenn du dazu bereit bist. Für die Dienstplanung ist das ein wichtiger Punkt, und ein klarer Satz dazu hebt dich von Bewerbungen ab, die das offen lassen.
